Hutmatt in Steinen
Hutmatt in Steinen
Hier sind wir am Ball !
Soll das Erholungsgebiet Steinebach durch Bebauung zerstört werden ?
Es liegt auf der Hand, dass viele daran interessiert sind, immer neue Baugebiete auszuweisen – Grundstücksbesitzer, Bauträgergesellschaften und auch einzelne Mitglieder des Gemeinderats. Eine ungebremste Erweiterung des Ortes um Wohn- und Gewerbegebiete führt jedoch auch dazu, dass es immer weniger Gärten, Grünflächen und Erholungsgebiete mit Sitz- und Wandermöglichkeiten in Steinen gibt.
Diese Sorgen sind berechtigt, wie es sich wieder am neuen Bebauungsplan „Hutmatt“ zeigt.
Auf dieser Fläche, gelegen am Ortsausgang Steinen in Richtung Hägelberg, stehen schon zwei Häuser und gegen eine ergänzende Bebauung dort hat kaum jemand etwas einzuwenden..
Die Gemeinschaft wehrt sich aber gegen Begehrlichkeiten, einen zweiten Bauabschnitt mit noch mehr Häusern einzuplanen. „Wir wollen das Naherholungsgebiet nicht zubauen!“ Deshalb wollen wir einer Erweiterung des Baugebietes um weitere ca. 8000 qm nicht zustimmen.“.
Diese Meinung kommt auch in einem Leserbrief zum Ausdruck.
"So verliert Steinen an Lebensqualität
Die Bebauungpläne der Hutmatt lassen mich als Bürger der Gemeinde Steinen hellhörig werden: in mehrere Stufen verpackt wird das Ende des Naherholungsgebietes am Steinenbach eingeläutet. Während die erste Stufe z.T. bebautes Gelände nutzt, wird mit der nächsten Bauphase bereits Grünland versiegelt. Dann fällt die Hemmschwelle einer weiteren Bebauung Richtung Hauingen! Ein Skandal für die Spaziergänger und auch Freizeitsportler, die die grüne Lunge in Steinen heiß und innig lieben. Ein Drama auch für die Kinder, deren Bolzplatz mal so eben irgendwo anders hingesteckt werden soll. Sind doch nur Kinder! Bauplätze bringen Kohle! Ja und die neue Straße darf natürlich auf keinen Fall eine verkehrsberuhigte Zone sein. Wäre ja auch zu schön für die Familien! Was für ein Problem hat der Burgi damit? Bei der Bemühung, die Sägemattstraße in Höllstein verkehrsmäßig zu beruhigen, redete sich der Bürgermeister König seinerzeit damit raus, „die Altvorderen hätten sich schon etwas dabei gedacht!“. Jetzt ist es Zeit zu denken, Signale zu setzen für mehr Familienfreundlichkeit und Lebensqualität! Die Zeiten sind anders geworden, Herr König! Passen Sie sich dem Wertwandel an, und wagen Sie die Verkehrsberuhigung!
Es ist schön, dass Steinen wächst! Eine Käseglocke will keiner über Steinen haben.
Der Flächennutzungsplan des Quelle-Areals muss hingegen überarbeitet werden. Dieser optische Schandfleck taugt viel eher zur wohnwirtschaftlichen Nutzung:
1. gute ÖPNV-Anbindung, 2. Pendlerverkehr belastet nicht den Kernort, 3. hässliche Industriebrache fällt weg, 4. der Gemeinderat hat es bis heute ohnehin nicht geschafft, nachhaltig Gewerbe dort anzusiedeln. Es ist Zeit, umzudenken!
Am 07. Juni diesen Jahres ist übrigens Kommunalwahl!
Jürgen Herrmann, Steinen-Höllstein" 05.02.2009
